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Regionalentwicklung Westallgäu-Bayerischer Bodensee e. V.

Die Gemeinden aus dem Landkreis Lindau und der Markt Oberstaufen haben sich landkreisübergreifend zum Verein Regionalentwicklung Westallgäu-Bayerischer Bodensee zusammengeschlossen. Der Verein ist eine Lokale Aktionsgruppe (LAG) im Sinne des Förderprogramms LEADER der Europäischen Union. Vereinszweck ist es, die Mitglieder sowie andere regionale Akteure bei der Planung und Durchführung von Maßnahmen zu unterstützen, die der integrierten und langfristigen Entwicklung der Region dienen. Projektbeispiele aus der aktuellen und der vergangenen LEADER-Förderperiode finden Sie auf der Vereinsseite.

Erlebnisausstellung zur Alpwirtschaft in der Alpe Vögelsberg

Projektträger: Heimatdienst Oberstaufen e.V.
Projektgebiet: Markt Oberstaufen
Projektpartner: Markt Oberstaufen und Naturpark Nagelfluhkette

 

Kurzbeschreibung
In Oberstaufen ist mitten im Ort, unter Federführung des Heimatdienstes, ein Museumsareal entstanden, das historische landwirtschaftliche Gebäude und ein ansprechend gestaltetes Außengelände aufweist. Als neuestes Element wurde die Alpe Vögelsberg errichtet. Sie wurde vom Originalstandort abgebaut und im Museumsareal neu aufgebaut. In der Alpe Vögelsberg soll nun eine Erlebnisausstellung zur Geschichte und zur aktuellen Bedeutung der Alpwirtschaft (mit ihrer Verzahnung zur Tallandwirtschaft) dargestellt werden. Oberstaufen weist die höchste Dichte an Alpbetrieben im gesamten Alpenraum auf (Anzahl = 166). Die Alpwirtschaft und ihre intensive Verzahnung mit der Tallandwirtschaft hat somit dort eine besondere Relevanz.

 

Projektziele
- Darstellung der geschichtlichen Entwicklung der Alp- in Verbindung mit der Tallandwirtschaft vom Flachsanbau bis heute
- Darstellung der aktuellen Bedeutung der Alpwirtschaft für das Landschaftsbild, die Artenvielfalt und die Erbringung von Ökosystemleistungen
- Anlage von typischen Alppflanzen sowie landwirtschaftlich relevanten Pflanzen von früher und heute im Außengelände

 

Maßnahmen
Einrichtung einer Erlebnisausstellung mit folgenden Elementen

1. Darstellung der geschichtlichen Entwicklung der Alp- in Verbindung mit der Tallandwirtschaft vom Flachsanbau bis heute
Präsentation der zugehörigen soziokulturellen Besonderheiten des Allgäus ("Alpe" statt "Alm", optimale naturräumliche Voraussetzungen durch Nagelfluh- und Flyschböden, viel bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, als z.B. in den Zentralalpen, höchste Alpdichte in den Alpen, "Käsekultur",…). Hierzu ist geplant, folgende Inhalte in den Hauptausstellungsräumen in der Alpe darzustellen:
- Präsentation historischer land- und alpwirtschaftliche Geräte und Erläuterung (durch Informationstafeln). Der Heimatdienst hat sowohl die Geräte als auch das Wissen um die Geräte einzuordnen und zu beschreiben.
- Kartografischer Überblick über die Entwicklung der Alpwirtschaft im Gebiet (inkl. deren Verzahnung ins Vorland, im Falle Oberstaufens ins Westallgäu, z.B. Maierhöfen). Hierzu wird eng mit dem Alpwirtschaftlichen Verein zusammen gearbeitet.
- Historisches Filmmaterial wird gezeigt. Hierzu wurde bereits bei der Kreisbildstelle und dem Bayerischen Rundfunk recherchiert. Es gibt gutes Filmmaterial von 1936, 1968, aus den 90er Jahren sowie aktuelles Material.
- Es sollen Zeitzeugen befragt und daraus kurze Videosequenzen erzeugt werden.

2. Darstellung der aktuellen Bedeutung der Alpwirtschaft für das Landschaftsbild, die Artenvielfalt und die Erbringung von Ökosystemleistungen
Hierzu wird eng mit dem Naturpark Nagelfluhkette e. V. zusammen gearbeitet, der auch inhaltlicher Partner im Projekt ist. Hierzu ist geplant, folgende Inhalte in einem Nebenraum in der Alpe darzustellen:
- Die Zusammenhänge zwischen Geologie, Boden, Klima und Alpwirtschaft (höchste Alpdichte!).
- Bedeutung der Alpwirtschaft für die Biodiversität (bis zu 290 versch. Gefäßpflanzenarten auf einer Alpfläche).
- Bedeutung dieser Lebensvielfalt für die Produktqualität (Bergkäse, Alpschweine,…).
- Bedeutung für die touristische Ausrichtung der Region (offene Landschaft, Einkehrmöglichkeiten,…).
Hierzu sind alle Informationen beim Naturpark Nagelfluhkette vorhanden.

3. Enge Verzahnung von Innen und Außen
Im Außengelände wurde ein Landschaftspark angelegt, der unter anderem einen Kräutergarten und ein Alpinum enthält. Es werden dort typische Alppflanzen sowie landwirtschaftliche relevante Pflanzen von früher und heute gezeigt (z.B. Flachs, versch. Gräser, Weideunkräuter…). Bei der Pflege der Gartenanlagen ist eine Zusammenarbeit mit der Volksschule Oberstaufen geplant, die ab 2017 Naturparkschule sein wird und in dem Zusammenhang die fachliche Anleitung gewährleistet ist. Es entstehen hierfür keine Projektkosten.

 

Zeitrahmen
März 2017 bis Dezember 2018

Kostenplan

 
Gesamtkosten (brutto) 100.000,00 Euro
davon: zuschussfähige Ausgaben (brutto) 100.000,00 Euro

 

Aufschlüsselung der Gesamtkosten (brutto)

 

Gemeinsame Kosten

 
- Planungskosten (Ausstellungsplanung, 10%) 10.000,00 Euro
- Spezielle bauliche Anpassungen (Verkabelung für Ausstellungstechnik, Verdunkelung,…) 10.000,00 Euro

 

Darstellung historischer Alpwirtschaft

 
- Aufbereitung historische Geräte (Restauration) 5.000,00 Euro
- Informationstafeln zu den Geräten 18.000,00 Euro
- Präsentationssäule für historisches Filmmaterial + Videos zu den Zeitzeugen 20.000,00 Euro

 

Aktuelle Bedeutung der Alpwirtschaft

 
- Produktion eines emotionalen Films zur aktuellen Alpwirtschaft 17.600,00 Euro
- Präsentation über Beamer und Leinwand 4.000,00 Euro
- Präsentationssäulen für Infotafeln zur Biodiversität, Landschaftsbild 10.000,00 Euro
- Wandinstallation zur Präsentation von emotionalen Videos zu Ökosystemleistungen 5.400,00 Euro

 

Finanzierungsplan

 
Eigenmittel 50.000,00 Euro
Erwartete Förderung LEADER (50%) 50.000,00 Euro

Hauptentwicklungsziel (EZ)/Haupthandlungsziele (HZ)
EZ I: Schutz und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen
HZ 1: Pflege und Erhalt der Kultur- und Naturlandschaft
HZ 3: Förderung von regionalen und ökologischen Produkten

Zusätzliche Entwicklungs- (EZ) und Handlungsziele (HZ)
EZ II: Schärfung des Tourismusprofils und Qualitätssteigerung der Angebote
HZ 1: Vernetzung und Erlebbarmachung regionaler Tourismusangebote

EZ III: Erhalt und Ausbau daseins- und gesundheitsvorsorgender Angebote im Rahmen des demographischen Wandels
HZ 2: Schaffung von dezentralen Gesundheits-, Versorgungs- und Freizeitangeboten

Uni Freiburg besucht LEADER-Gruppe im Westallgäu Vortrag und Exkursion zur "Stromerzeugung aus Wasserkraft im Landkreis Lindau"

Am Mittwoch, 29. Juni 2016, empfängt die lokale LEADER-Gruppe ca. 30 Studentinnen und Studenten der Universität Freiburg, Fakultät für Umwelt und Natürliche Ressourcen. Treffpunkt und Beginn der Exkursion ist um 9.00 Uhr im Paul-Bäck-Haus, Kemptener Straße 6 in Heimenkirch.

Im Bürgerhaus wird der Studentengruppe zunächst das EU-Förderinstrument LEADER und das von LEADER bezuschusste Projekt "Untersuchung zur Reaktivierung und Erweiterung der Stromerzeugung aus Wasserkraft im Landkreis Lindau" vorgestellt. Im Anschluss wird die Gruppe zusammen mit der WBF-Geschäftsführerin Mariam Issaoui (LEADER-Managerin), Klimaschutzmanager Steffen Riedel (Projektträger) und anderen Projektverantwortlichen in Richtung Mothenmühle wandern und einige (potentielle) Wasserkraftstandorte besichtigen.

"Interessierte Besucherinnen und Besucher laden wir herzlich ein, sich uns um 9.00 Uhr im Paul-Bäck-Haus anzuschließen", so Mariam Issaoui. "Der öffentliche Teil der Exkursion endet gegen 12.00 Uhr." Im nicht-öffentlichen Teil werden die Studentinnen und Studenten anschließend die Wirtschaftskraft im ländlichen Raum in der Meckatzer Brauerei hautnah kennenlernen: Nach einer kleinen Stärkung mit regionalen Spezialitäten aus dem Bräustüble werden die Nachwuchswissenschaftler dank Brauereichef Michael Weiß in das Geheimnis der Meckatzer Braukunst eingeweiht und dürfen an einer gesponserten Führung teilnehmen.

Das Projekt "Stromerzeugung aus Wasserkraft" reiht sich ein in die bereits bewilligten LEADER-Projekte der aktuellen Förderperiode 2014-2020, die von der lokalen LEADER-Gruppe in der Region Westallgäu-Bayerischer Bodensee derzeit durchgeführt werden. LEADER (frz.) steht für "Liaisons Entre les Actions de Développement de l'Economie Rurale" und bedeutet so viel wie "Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der Ländlichen Wirtschaft". Konkret werden mit dem EUFinanztopf innovative Ideen bezuschusst, die direkt aus der Bürgerschaft erwachsen sind.

Begleitet werden sämtliche LEADER-Vorhaben im Landkreis Lindau und in Oberstaufen von der WBF – Westallgäu-Bayerischer Bodensee Fördergesellschaft mit Sitz in Lindau.

Regionalentwicklung Westallgäu-Bayerischer Bodensee e.V.
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88131 Lindau (Bodensee)

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