Öffnungszeiten Rathaus
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Historischer Rundgang

Viele Gebäude in Oberstaufen stehen unter Denkmalschutz und können teilweise auf eine jahrhundertelange Geschichte zurückblicken. Dieser virtuelle Rundgang soll einen Eindruck über die historische Bausubstanz Oberstaufens vermitteln.

Lindauer Straße 1
Direkt am früheren wirtschaftlichen Zentrum befindet sich dieses 1808 erbaute, ehemalige Handwerkerhaus. Um das Jahr 1810 war es unter dem Namen "beim Sattler Dominicus", bekannt. In den folgenden Jahren beherbergte es einen Kupferschmied. Seit einem Jahrhundert wird das Fachwerkhaus als Gaststätte genutzt.

Lindauer Straße 13
An der früheren Hauptstraße, die heute als schön gestaltete Fußgängerzone ausgebaut wurde, befindet sich dieses 1892 erbaute Gästehaus. Der Bauherr Joseph Fiß gestaltete den aufwändigen Eingangsbereich. Dieser besticht durch einen von zwei Steinsäulen getragenen Erker, die auf das Berufsbild des Steinmetz hinweisen. Auch heute noch wird das Haus von einem Steinmetz bewohnt.

Lindauer Straße 16
Dieses ehemalige Bauernhaus wird sich in dieser Art kein zweites Mal finden lassen. Der verschindelte Blockbau befindet sich schon seit der Erbauung 1756 im Besitz der selben Familie, die zu den ältesten Bewohnern Oberstaufens zählt (seit 1540). Das im Originalzustand erhaltene Anwesen vermag auch heute noch die frühere Wohnkultur darzustellen.

Kirchplatz 3
Das Gasthaus Krone, ehemals "zum Kronewirt", wird heute als Pizzeria genutzt. Es beherbergte seit 1680 eine Brauerei, wurde danach bis in die heutige Zeit mehrfach umgebaut, wobei auch die Besitzer oftmals wechselten. Später wurde das Gebäude als Gastwirtschaft mit Metzgerei im Erdgeschoss genutzt. Im Anbau befand sich ein Theater und Festsaal.

Kirchplatz 4
Das sogenannte "Zwislerhaus", ist ein Kaufmannshaus aus dem 18. Jahrhundert. Es fällt dem Betrachter durch das außergewöhnliche Mansardendach und die unwahrscheinlich schöne Gestaltung und Farbgebung der Fassade ins Auge. Der ausgebaute Dachstuhl wurde nach einem Brand 1969 in alter Form wieder hergestellt. Wohnungen und Geschäfte sind heute im Haus eingegliedert.

Pfarrkirche St. Peter und Paul
Die katholische Pfarrkirche wurde in den Jahren 1859 bis 1862 an dem Standort errichtet, an dem sich die bereits zuvor abgebrannte Kollegiatskirche befand. Der Architekt und Bauherr Anton Harrer ließ an der Fassade des im neugotischen Stil erbauten Gebäudes ein riesiges Bildnis des heiligen Christopherus anferigen. Am 30. Juli 1865 wurde das Gotteshaus vom Bischoff Pancratius von Dinckel den heiligen Petrus und Paulus geweiht. Der Turm stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist das älteste Bauwerk des Ortes.

Auch heute noch stellt die Kirche mit ihrem mächtigen Doppelportals und dem Klang der fünf Glocken das Wahrzeichen der Gemeinde dar.

Kirchplatz 8
Das 1785, nach dem Großbrand in Oberstaufen, erbaute Gasthaus "Zum Löwen" war früher als Zunftherberge bekannt. Heute besticht das im Originalzustand erhaltene Haupthaus durch die altertümlichen Malereien an der Fassade und den urigen Eingangsbereich.

Hugo-von-Königseggstraße 1
Die heutige "Propstei Apotheke" wurde 1681 nach der Feuerbrunst in Oberstaufen erbaut. Das Gebäude wurde bis 1950 als Pfarrhof genutzt. Im Jahre 1960 ging das Gebäude in Privatbesitz über und wurde zum Geschäft umgebaut. Das steile Dach, sowie das aus Fachwerk bestehende Dachgeschoss des dreistöckigen Hauses sind im ursprünglichen Zustand erhalten.

Hugo-von-Königsegg-Straße 7
Im Jahre 1937 wurde dieses Gebäude im alpinen Stil errichtet. Dieser lässt sich durch das ausladende Dach, den Giebel und die Balkongalerie charakterisieren.1975 wurden der Laden ausgebaut und Gästezimmer angebaut. Heute kann dieses gut erhaltene Bauwerk als typisch für Oberstaufen gesehen werden.

Hugo-von-Königsegg-Straße 8
Das "Haus des Gastes" wurde im Jahr 1908 erstmals genannt. In der Folgezeit wurde das ortsprägende Gebäude als Mädchenschule genutzt.

Seit der Renovierung vor einigen Jahren befindet sich die Oberstaufen Tourismus Marketing GmbH mit der Bücherei und einem Vortragsraum in diesem Gebäude.

Schloßstraße 3

Schloßstraße 12
In der Schloßstraße, befindet sich gegenüber dem Rathaus ein in seiner Art einmaliges Bauwerk. Hierbei handelt es sich um eine Gründerzeitvilla in Backsteinbauweise mit Zwiebelturm. Dieser 1902 vom einheimischen Zimmermeister J. Kennerknecht errichtete Blickfang diente als Wohn- und Alterssitz für Kaufmannsfamilien.

Schloßstraße 15
Dieses ehemalige Handwerkerhaus mit Landwirtschaft wurde 1865 erbaut und ist ein weiterer Blickfang in dieser Straße. In diesem, im ursprünglichen Zustand erhaltenen Gebäude, wurde eine Schusterwerkstatt eingerichtet, bevor 1949 der Umbau zur Wannenbadeanstalt erfolgte. 1981 kam ein Malermeister in den Besitz, welcher auch für die schön bemalte Fassade verantwortlich ist.

Schloßstraße 20
Dieses Haus, in den Ursprüngen Ende 17. Anfang 18. Jahrhundert, war die Heimat der berühmten Familie Mahler, einem Uhrmachergeschlecht, das maßgeblich am Aufbau, auch als Miteigentümer der Fraun-hofer'schen Werkstätten beteiligt war.

Freibadweg 2
Im Jahre 1887 entstand dieses Schmückstück in zentraler Lage. Die geschindelte Fassade und der verglaste Balkon sind die typischen Fingerabdrücke Johann Laus.

Das Gebäude, sowie das kleine Gartenhäuschen wurden von den neuen Besitzern renoviert und gestrichen und befinden sich somit in perfektem Zustand.

Am Sandbühl 2
1902 veranlasste der Käsehändler Josef Hürlimann den Bau einer sehr großen Villa in Ziegelbauweise. Durch die hohe Lage gewann die repräsentative Villa zusätzlich an Ansehen.

Heute sind mehrere Mietwohnungen im Gebäude untergebracht.

Jugetweg 7 - Heimatmuseum
Das Gebäude wurde im Jahre 1788 erbaut und befand sich bis 1990 ununterbrochen im Familienbesitz . Ein selten großes Haus für die damalige Zeit. Es wurde als Bauernhaus genutzt, in dem auch eine Strumpfwirkerei untergebracht war. Daher stammt auch der Name "Strumpfar". Im Keller befand sich eine Käserei. Im Jahre 1990 überschrieb die kinderlose Witwe Maria Schädler das Anwesen dem Heimatdienst Oberstaufen zur Einrichtung eines Heimatmuseums. Vom Heimatdienst liebevoll restauriert, begeistert es die Besucher aus Nah und Fern.

Bahnhofstraße 4
Auch hier handelt es sich um ein Gebäude im Stil Johann Laus. Erbaut wurde es 1765 als Haus mit Stall und Heulage. Nach Aufgabe der Landwirtschaft wurde der Stall- und Scheunenteil zur Schreinerei umgebaut.

Heute wird das Gebäude als Geschäftshaus und Gaststätte genutzt.

Bahnhofsplatz 4
Um 1920 wurde dieses kleine, verwinkelte Gebäude erbaut und durch vielerlei Umbauten in den heutigen Zustand versetzt. Das ungewöhnliche Haus verfügt nun über einen neuen Eingang, und einen Balkon, die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen.

Das sogenannte "Posttürmle" beherbergt heute ein Restaurant.