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Berichte

Aktuelle Informationen aus dem Rathaus

Landkreis Oberallgäu erhält zum zweiten Mal den European Energy Award

Aus den Händen von Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber haben die Vertreter des Landkreises beim Festakt am 5. November im Alten Rathaus in Lindau die Auszeichnung entgegen genommen. Nach 2015 wurde der Landkreis damit zum zweiten Mal für seine engagierte und vorbildliche Energie- und Klimaschutzarbeit ausgezeichnet.

Der European Energy Award (EEA) ist ein internationales Programm für kommunalen Klimaschutz. Mit Hilfe von Qualitätsmanagement- und Zertifizierungsinstrumenten wird kommunale Energie- und Klimaschutzpolitik geplant, umgesetzt und der Erfolg kontrolliert und bewertet. Kommunen und Landkreise können im Rahmen des Programms in verschiedenen Handlungsfeldern Punkte sammeln und sich somit die Auszeichnung erarbeiten. Ausgezeichnet wird, wer mindestens 50 Prozent der für die Kommune möglichen Punkte in den verschiedenen Handlungsfeldern erreicht hat, bei 75 Prozent gibt es den EEA in Gold. 

Für die Gold-Auszeichnung hat es dieses Mal im Oberallgäu noch nicht gereicht, der Landkreis konnte sich jedoch im Vergleich zum Audit im Jahr 2014 um satte 10 Prozent auf 68 Prozent steigern und hat das "EEA-Gold" damit als Ziel klar vor Augen.

Betreut wird der Landkreis Oberallgäu bei seiner EEA-Arbeit vom Energie-und Umweltzentrum Allgäu (eza!), das auch für die Landesgeschäftsstelle des EEA in Bayern verantwortlich zeichnet.

Neben dem Landkreis Oberallgäu wurden in Lindau sieben weitere Kommunen und Kreise prämiert, darunter mit dem Markt Wiggensbach und dem Markt Altusried zwei weitere Vertreter aus dem Oberallgäu. Auch die Stadt Bobingen und die Landkreise Regensburg und Dillingen an der Donau durften sich über die Auszeichnung freuen. Die Stadt Lindau sowie der Markt Scheidegg erreichten sogar den EEA in Gold. 

Der Verleihung vorausgegangen war ein externes Audit im Oktober, bei dem der Landkreis Oberallgäu besonders mit seiner kommunalen Energieallianz punkten konnte. Der Landkreis arbeitet darin mit 22 seiner kreisangehörigen Kommunen aktiv an den Themen Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien. Kernstück ist die Verpflichtung der Kommunen zu einer laufenden Verbrauchdatenerfassung der kommunale Liegenschaften. Für eine kontinuierliche Verbesserung und Weiterentwicklung bietet der Landkreis im Gegenzug in Zusammenarbeit mit eza! kostenlose Beratungen sowie Schulungen für Gebäudeverantwortliche an.

Die kommunale Energieallianz ist ein wichtiger Baustein der Klimaschutzbemühungen des Landkreises Oberallgäu und zeigt, dass sich gemeinsam viel erreichen lässt. 

Die große Bedeutung von kommunaler Klimaschutzarbeit und gemeinsamen Handelns betonte auch Staatminister Glauber bei seiner Laudatio im Rahmen der Preisverleihung in Lindau.

Kontakt für weitere Infos Koordinationsstelle Klimaschutz im Landratsamt Oberallgäu: klimaschutz@lra-oa-bayern.de.Tel.: 08321/612-743 oder 08321/612-617.

"Das Internet vergisst nichts"

Digital Day: Experte Holger Weber warnt vor vielfältigen Gefahren im Netz 

Durach/Oberallgäu. Welche Gefahren lauern im Internet? Antworten darauf bekamen 200 Schüler, Auszubildende, Lehrkräfte und Eltern beim "Digital Day 2019" in  der Grund- und Mittelschule Durach. Dort riet Internet-Experte Holger Weber (Aschaffenburg) zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Smartphone und Computer. Ein Tipp lautete, persönliche Informationen und Fotos in sozialen Netzwerken nur spärlich preiszugeben. Diese könnten leicht in falsche Hände geraten und zum Schaden der Urheber verwendet werden. "Bleibt kritisch und ändert gegebenenfalls euer Nutzungsverhalten", riet der Referent zu intelligenter "Webhygiene". Veranstaltet hatte den "Digital Day" das Bildungsbüro des Landkreises Oberallgäu in Verbindung mit diversen Kooperationspartnern.

"Das Internet vergisst nichts", sagte Weber und erläuterte unter anderem, dass mancher Arbeitgeber digitale Spuren von Bewerbern online recherchiert. Fänden sich unpassende Fotos oder missliebige Informationen über den Aspiranten, "erhält manch einer trotz geeigneter Qualifikation eine Absage." Leichtfertiges Surfverhalten könne sich also negativ auswirken. Berufliche und private Daten würden kommerziell und staatlich ausgewertet und weiter verwendet. Auch längst gelöschte und vermeintlich nicht mehr sichtbare Web-Seiten seien jederzeit wieder abrufbar. "Das ist ja beängstigend", meinte ein Schüler.

Zu Vorsicht riet der Internet-Experte ebenfalls mit  "Google", Facebook, Amazon & CO. Diese sammeln Daten, analysieren das Kaufverhalten und informieren gewerbliche Anbieter. Kameras könnten Menschen inzwischen sogar nur anhand ihrer Bewegung identifizieren. Details auf eingestellten Fotos seien aufgrund der verwendeten Bilddateien immer besser erkennbar. "Setzt also auf euren gesunden Menschenverstand, verwendet sichere Passwörter und benutzt in sozialen Netzwerken möglichst Pseudonyme", lauteten einige Ratschläge des Internet-Experten.  Weitere nützliche Tipps gegen Daten-, Identitäts- und Bilddateiendiebstahl unter www.webhygiene.de

Foto: Cilia Schramm

Stand Breitbandausbau

Der Ausbau der Breitband-Netzinfrastruktur zur Versorgung mit schnellerem Internet erfolgt im Gemeindegebiet im Rahmen verschiedener Projekte:  
• Eigenausbau der Telekom (nur FTTC - Erschließungsgebiete)
• Ausbau im Rahmen des Förderverfahren 1 (FTTH- als auch FTTC-Erschließungsgebiete)
• Ausbau im Rahmen des Förderverfahren 2 (FTTH-Erschließung)

Im Rahmen welches der vorgenannten Projekte ein Anwesen künftig mit schnellerem Internet versorgt werden soll, ist auf der Internetseite der Marktgemeinde zu erfahren. Ob bereits eine höhere Übertragungsrate für ein bestimmtes Objekt verfügbar ist, kann z. B. über folgenden Link erfragt werden.

 

Eigenausbau der Telekom
Nach Aussage der Telekom ist der im Gemeindegebiet an verschiedenen Stellen geplante Eigenausbau des Netzes mittlerweile erfolgt. Wer die verbesserte Breitbandversorgung nutzen will, muss sein Telefon-/Internetvertrag entsprechend abändern lassen. 

 

Ausbau im Rahmen des Förderverfahren 1
Dieser Ausbau ist derzeit im Gang und soll nach Auskunft der damit beauftragten Telekom Bremen voraussichtlich bis Ende September 2020, damit etwa 1 Jahr später als ursprünglich geplant, abgeschlossen sein.

Im Rahmen des Förderverfahren 1 sind Bereiche vorgesehen (FTTH-Erschließungsgebiete), in denen ein Hauseigentümer zum Preis von einmalig 799,95 Euro die Verlegung von Glasfaserkabel gleich bis in das jeweilige Anwesen beantragen kann. Nicht alle betroffenen Hauseigentümer haben den Antrag hierzu bisher gestellt. Der Antrag steht derzeit auf der Startseite der Homepage des Marktes zum Download bereit und ist an folgende Adresse bis zum 15.11.2019 zu stellen, wenn der Anschluss noch im Rahmen der gerade laufenden Ausbauarbeiten hergestellt werden soll: 

Vivento customer service GmbH
Postfach 440 319
44392 Dortmund

Die Marktgemeinde wird in den nächsten Tagen diejenigen Hauseigentümer anschreiben, von denen ein solcher Antrag noch nicht vorliegt. Auch hier gilt, dass der Telefon-/Internetvertrag abgeändert werden muss, wenn die bessere Anbindung genutzt werden soll.

 

Ausbau im Rahmen des Förderverfahrens 2
Der Ausbau im Rahmen des Förderverfahrens 2 konnte noch nicht begonnen werden. Die Marktgemeinde geht davon aus, dass der zunächst notwendige Genehmigungsbescheid über die Förderung des Ausbaus im Förderverfahren 2 bis zum Ende des Jahres vorliegt. Die Ausbauarbeiten hierzu könnten dann frühestens im Frühjahr 2020 beginnen. Im Förderverfahren 2 sind ausschließlich FTTH-Erschließungsgebiete geplant. Es ist hier - im Gegensatz zu den FTTH-Gebieten im Förderverfahren 1, s.o. - jedoch  noch nicht möglich, auch schon die Verlegung des Glasfaserkabels in das jeweilige Objekt zu beantragen. Die Marktgemeinde wird aber auf die mögliche Antragstellung zu gegebener Zeit an dieser Stelle und auf der Homepage hinweisen.

Für Rückfragen können Sie sich gern an die Gemeindeverwaltung wenden, Tel.: 08386/93003-25 Herr Pauli und Herr Schiebel, Tel.: 08386/93003-92 sind Ansprechpartner.

Älteren Menschen das Leben erleichtern

Landkreis: Verbesserung der Lebensumstände in Workshops diskutiert

Sonthofen/Oberallgäu. Die Lebensumstände der Senioren sind dem Landkreis Oberallgäu wichtig. Dazu fand jetzt der erste von zwei ganztägigen Workshops in Sonthofen statt. Rund 40 Frauen und Männer als Vertreter von Gemeinden, Kreistag, Organisationen, Interessenvertretungen, Wohlfahrtsverbänden, Seniorenbeauftragten und Pflegeeinrichtungen nahmen daran teil. Die  Anregungen und Wünsche aus den beiden Arbeitstreffen werden in das Seniorenpolitische Gesamtkonzept des Landkreises einfließen.

Lebhaft diskutierten die Teilnehmer in Arbeitsgruppen die thematischen Schwerpunkte sowie die Ergebnisse der jüngsten Seniorenumfrage des Landkreises. Unter anderem ging es um Betreuung und Pflege, gesellschaftliche Teilhabe, Hospiz- und Palliativversorgung und die Mobilität älterer Menschen im Landkreis. Ziel der Bemühungen ist es, dem Wunsch der meisten Senioren zu entsprechen, am liebsten so lange wie möglich zuhause zu leben. "Ambulant vor stationär" ist dabei das Motto. Dafür brauche es in einer alternden Gesellschaft, bei der familiäre und nachbarschaftliche Strukturen wegbrechen, neue Versorgungsstrukturen sowie Wohn- und Pflegeformen, so Ralph Eichbauer, Leiter der Abteilung "Mensch und Gesellschaft" im Landratsamt. 

Ein positives Zwischenergebnis aus den Workshops ist, dass im Landkreis schon viele Angebote vorhanden sind. Dazu gehören Pflegedienste, Beratungsangebote, die ambulante und stationäre Palliativversorgung sowie viele niederschwellige Hilfeangebote und Betreuungsmöglichkeiten im Rahmen bürgerschaftlichen Engagements. Dennoch sahen die Workshop-Teilnehmer, die selbst haupt- oder ehrenamtlich in der Seniorenarbeit tätig sind, noch Verbesserungsbedarf und Ausbaumöglichkeiten. Dies insbesondere, weil zwar die Lebenserwartung der Menschen immer höher wird, aber gleichzeitig im hohen Alter die Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit rapide ansteigt. 

Andererseits bleiben zahlreiche Senioren im Vergleich zu früher insgesamt länger fit. Viele ältere Menschen wollen am öffentlichen Leben teilhaben und eine Aufgabe erhalten, beispielsweise durch ein Ehrenamt. Gebraucht zu werden und das Lebenswisssen einbringen zu können – unabhängig vom Alter – stärkt Senioren gesund und vital zu bleiben. Dieses Potenzial gelte es zu stärken und zu unterstützen.