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„Aufgabe der Kirche ist es, Wege zu bereiten und nicht zu versperren“ -

Pfarrer und Dekan Karl-Bert Matthias wurde am 4.11. in sein Amt eingeführt

Prodekan Maurus Mayer (links) nahm die Amtseinführung von Pfarrer Karl-Bert Matthias vor (Bild und Text Sabine Verspohl-Nitsche/pdsf)

„Die Aufgabe der Kirche ist es, Wege zu bereiten und nicht Wege zu versperren.“ Diese Worte richtete Dekan Karl-Bert Matthias am Sonntagabend während des feierlichen Gottesdienstes zu seiner Amtseinführung als Pfarrer der neu gegründeten Pfarreiengemeinschaft Oberstaufen (Aach, Steibis, Thalkirchdorf und Oberstaufen) an die Gläubigen. In der Kirche St. Peter und Paul in Oberstaufen bat Pfarrer Matthias die Gemeinde um ihre Unterstützung auf dem gemeinsamen Weg. Prodekan Maurus Mayer nahm zuvor die Erneuerung der Bereitschaftserklärung zum priesterlichen Dienst entgegen, er verlas die bischöfliche Ernennungsurkunde und geleitete Karl-Bert Mattias zu den liturgischen Funktionsorten Taufbrunnen, Beichtstuhl, Ambo, Altar und Vorstehersitz.
Zahlreiche Priester und Diakone, darunter auch der ehemalige Dekan und Oberstdorfer Pfarrer Peter Guggenberger, konzelebrierten im Gottesdienst. Viele Gäste aus der Pfarreiengemeinschaft Bad Hindelang, Fahnenabordnungen der Vereine, Mitglieder der kirchlichen Gremien, die evangelische Pfarrerin Antje Pfeil-Birant und Pfarrer Frank Wagner sowie Vertreter aus Politik und Gemeindeleben nahmen an dem Gottesdienst in der übervollen Pfarrkirche teil. Musiker, Solisten und ein Projektchor mit Mitgliedern aus verschiedenen Orten der Pfarreiengemeinschaft unter Leitung von Martin Kerber boten die Messe „gerufen und gesandt“ von Pater Norbert Becker MSC dar. 
Prodekan Maurus Mayer empfing den neuen Pfarrer mit den Worten: „Sei von Herzen willkommen. Unsere Herzen sind offen für dich!“ Nach der offiziellen Einführung zitierte Mayer einen ehemaligen Mitbruder „Das Gloria ist gesungen, jetzt folgt das Credo.“ Mit dem festlichen Gottesdienst hätten die Gläubigen das Gloria, die Ehrerbietung gezeigt, nämlich dass sie froh seien, wieder einen Pfarrer zu haben. Mit dem Credo müsse sich nun der Glauben vollziehen, fuhr er fort. Er kenne Pfarrer Matthias als einen großen Freund der Menschen, dem die Kirche vor Ort wichtig sei. „Lasst euren Pfarrer beim Credo nicht allein. Helft ihm, dass daraus ein „wir glauben wird“, schloss Mayer. 
Als Vertreterin der Pfarrgemeinderäte hieß Christine Queste Dekan Matthias willkommen, wünschte ihm, dass er sich wohlfühle und freute sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Für die Kirchenverwaltungen überreichte Judith Höß dem neuen Pfarrer symbolisch einen Kirchenschlüssel. 
„Jeder Anfang birgt auch eine Gnade in sich“, wandte sich Dekan Matthias an die Gläubigen. Er habe kein fertiges Konzept für seine neue Aufgabe in der Pfarreiengemeinschaft. Beten, hören, handeln seien die Dinge, die wichtig sind. „Wir müssen uns messen lassen an den Taten“, fuhr er fort. Aus dem Evangelium heraus sei es erforderlich mit Ehrlichkeit, Ehrfurcht und Respekt vor dem anderen zu wirken. Ihm sei es wichtig, dass das Volk Gottes, die Gemeinde, im konkreten Leben der Kirche zu Wort komme. Sein großer Wunsch sei außerdem, dass die gelebte gute Ökumene fortgeführt werde. Mit Blick auf das Zusammenwachsen innerhalb der neuen Pfarreiengemeinschaft betonte er: „Nur zusammen geht es weiter.“ Als Geschenk erhielten die einzelnen Pfarreien getöpferte und mit Wein gefüllte Krüge. Diese wurden von Kindern in der Tracht der Staufer Volkstänzer an den Altar getragen. „Geben wir das Beste, das wir haben und niemals nur Wasser“, bat er die Gläubigen weiter mit Anspielung auf die zuvor erzählte Geschichte aus China, in der die Gäste statt Wein zur Hochzeit nur Wasser dabeihatten.  
Als Geschenk für den Pfarrgarten überreichten Vertreter der Pfarrgemeinderäte eine Linde, die ein Symbol für einen Gemeinschaftsbaum sei. Christine Queste lud anschließend in Kölner Mundart die Familie und Gäste des Dekans sowie alle anderen zum Stehempfang vor der Kirche ein. Bei Glühwein, Kinderpunsch und Apfelbrot gab es reichlich Gelegenheit zum Kennenlernen des neuen Pfarrers.