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Staufner Viehscheid

Wenn die Viehherden ins Tal kommen wird gefeiert.


Der Viehscheid ist die wohl bekannteste Allgäuer Brauchtumsveranstaltung. Jedes Jahr in der Regel am zweiten Freitag im September feiern tausende Schaulustige und Festbesucher mit den Bauern und Hirten die glückliche Heimkehr der Tiere von den Alpen.

Der berühmte Staufner Viehscheid findet im Jahr 2017 am Freitag den 15. September statt.

Eine Woche später, am 22. September werden im Ortsteil Thalkirchdorf die Tiere ins Tal getrieben. Dieser Anlass wird natürlich ebenfalls ausgiebig und mit entsprechendem Rahmenprogramm gefeiert.

Kleines Viehscheidlexikon
Nach teilweise Stunden langem Marsch erreichen die Hirten den Scheidplatz in Höfen

Im Frühsommer beginnt für das Allgäuer Jungvieh und teilweise auch Milchvieh der Bergsommer. Sie ziehen mit ihren Hirten für etwa einhundert Tage in die Hochlagen der Allgäuer Berge. Kraftvolles Futter, frische Luft erwarten sie, eben vierbeinige Sommerfrische – aber nicht nur. Denn die Allgäuer Alpwirtschaft sichert und pflegt gleichzeitig eine über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft. Natur- und Landschaftspflege auf vier Beinen. Und Ruhe und Gelassenheit für jeden, der auf einer Wanderung oder Bergtour Bekanntschaft mit dem „Wappentier des Allgäus" macht.

Die Hirtenarbeit hingegen, mutet nur auf den ersten Blick romantisch an. Neben der Sorge und Pflege der Tiere werden vielfach Butter und Käse in mühevoller Handarbeit hergestellt. Die Arbeitstage von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sind lang und hart. Und mit dem Anspruch verbunden, alle anvertrauten Tiere im Herbst gesund und kräftig an ihre Eigentümer zurückzugeben. Dazu ziehen Hirte und Herde rechtzeitig bevor der erste Schnee in die Hochlagen einzieht, in der zweiten Septemberhälfte wieder hinab ins Tal. Es versteht sich fast von selbst, dass die mit Glocken- und Schellenklang Ankommenden dort gebührend gefeiert werden – beim Viehscheid!


Ist der Bergsommer gut und unfallfrei verlaufen, putzen die Hirten schon im Morgengrauen ihre Herden heraus. Das Leittier, mit einem aufwändigen Kopfschmuck (Kranz) aus Zweigen und Bergblumen geschmückt, führt die Herde als Kranzrind an. Mit Schellen- und Glockengeläut kündigen sie schon von weitem ihre ungestüme Ankunft an.

Im Tal, am Scheidplatz angekommen, werden die einzelnen Tiere von der Herde geschieden und ihren Besitzern übergeben. Anschließend bleibt genügend Zeit, um bei Blasmusik und einer Maß Bier auf die Gegebenheiten des Bergsommers anzustoßen. Über die Jahrzehnte haben sich die Allgäuer Viehscheide zu festen Veranstaltungshöhepunkten entwickelt. Im Verlauf von zwei Wochen feiert fast jeder Ort seinen Alpabtrieb. Mit unterschiedlich großen Herden, meist mit Festzelt und Heimatabend. Je nachdem mit einem Krämer- oder Viehmarkt. Und immer im besten „Gwand", der Lederhose, weißem Hemd und den bestickten Edelweißhosenträgern – aus Tradition.

oberstaufen.info » Kultur und Brauchtum » Viehscheid
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